München - Am letzten Tag des Münchner Oktoberfests ist es auf der Oidn Wiesn zu einem schweren Unfall an einer historischen Schiffsschaukel gekommen. Ein 47 Jahre alter Mitarbeiter wurde am Kopf getroffen und musste reanimiert werden. Er kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus.
Der Unfall ereignete sich am Vormittag gegen 10.15 Uhr an einer Schiffsschaukel auf dem historischen Teil des Oktoberfests.
Nach bisherigen Informationen befand sich der 47-jährige Mitarbeiter unmittelbar im Bereich des Fahrgeschäfts, als er von einer schwingenden Schaukel getroffen wurde. Dabei erlitt der Mann schwere Verletzungen im Kopf- beziehungsweise Nackenbereich.
Augenzeugen zufolge hatte der Mitarbeiter kurz zuvor noch Kindern beim Anschieben der Schaukel geholfen. Anschließend soll er sich zunächst aus dem unmittelbaren Bereich entfernt haben und wenig später rückwärts wieder in Richtung der Schaukeln gegangen sein. Dort wurde er von einer der Schaukeln getroffen und ging zu Boden.
Mitarbeiter musste wiederbelebt werden
Sanitätskräfte der Aicher Ambulanz übernahmen unmittelbar die medizinische Versorgung des Schwerverletzten. Aufgrund seines Zustands waren Reanimationsmaßnahmen erforderlich.
Anschließend wurde der 47-Jährige zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik gebracht. Nach den bislang vorliegenden Informationen besteht Lebensgefahr.
Polizei sperrt Schiffsschaukel
Nach dem Unfall wurde der Betrieb des Fahrgeschäfts eingestellt. Die Polizei sperrte die Schiffsschaukel für die weiteren Maßnahmen und Ermittlungen ab.
Andere Fahrgäste oder Besucher wurden nach bisherigen Angaben bei dem Vorfall nicht verletzt.
Menschen, die den schweren Unfall unmittelbar miterlebt hatten, wurden durch ein Kriseninterventionsteam betreut.
Mehrere schwere Zwischenfälle während der Wiesn 2026
Während des diesjährigen Oktoberfests hatte es bereits weitere schwere medizinische Notfälle und Unfälle gegeben.
Unter anderem war ein Besucher nach einem Kreislaufstillstand reanimiert worden und später im Krankenhaus gestorben. Bei einem weiteren Unfall an einem Fahrgeschäft erlitt ein Mann lebensgefährliche Verletzungen und starb später ebenfalls in einer Klinik.
Zudem war eine hochbetagte Rollstuhlfahrerin nach einem Unfall im Zusammenhang mit einem Pferdegespann auf der Oidn Wiesn gestürzt. Sie starb einige Tage später im Krankenhaus.
Die genauen Umstände des aktuellen Unfalls an der Schiffsschaukel sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
