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alle Entwicklungen im Live-Ticker

Fall Fabian: 31. Verhandlungstag in Rostock

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1 Min. LesezeitAktualisiert: 05.10.2026 · 08:48 Uhr
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Der Mordprozess im Fall des achtjährigen Fabian aus Güstrow wird am 5. Oktober 2026 um 9:30 Uhr vor dem Landgericht Rostock fortgesetzt. Zum 31. Verhandlungstag begleiten wir die wichtigsten Entwicklungen wieder fortlaufend – erstmals ist der LiveTicker direkt in den Bericht integriert.

Rostock/Güstrow. Der Mordprozess um den getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow wird am Montag, 5. Oktober 2026, vor dem Landgericht Rostock fortgesetzt. Im Mittelpunkt des 31. Verhandlungstages sollen weitere aufgezeichnete Telefongespräche stehen.

Anders als zunächst erwartet, wird der psychiatrische Sachverständige sein Gutachten zur möglichen Schuldfähigkeit der Angeklagten Gina H. an diesem Montag noch nicht vorstellen.

Stattdessen beschäftigt sich die Kammer erneut mit der Telekommunikationsüberwachung. Nach der Tat waren unter anderem Gespräche über das Mobiltelefon der Angeklagten, Telefonate aus der Untersuchungshaft sowie Verbindungen über das Telefon von Fabians Vater aufgezeichnet worden.

Diese Gespräche sollen nun teilweise im Gerichtssaal abgespielt und in den bisherigen Verlauf des Verfahrens eingeordnet werden.

Psychiatrisches Gutachten auf Donnerstag verschoben

Das mit Spannung erwartete Gutachten des psychiatrischen Sachverständigen soll nach aktuellem Stand erst am Donnerstag, 8. Oktober 2026, Thema vor Gericht werden.

Die Einschätzung des Gutachters dürfte für den weiteren Verlauf des Verfahrens eine wichtige Rolle spielen, da es dabei unter anderem um die Frage geht, wie die Angeklagte zum Tatzeitpunkt psychisch einzuordnen war und welche Auswirkungen dies gegebenenfalls auf die rechtliche Bewertung haben könnte.

LiveTicker zum 31. Verhandlungstag

Bamberg24.tv begleitet auch den 31. Verhandlungstag wieder fortlaufend. Die wichtigsten Entwicklungen, Aussagen und Entscheidungen werden direkt im LiveTicker innerhalb dieses Beitrags ergänzt.

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Bamberg24 Live-Ticker

Die Berichterstattung ist abgeschlossen. Alle Meldungen zum Nachlesen.

Zuletzt aktualisiert: 11:21 Uhr

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WichtigVon der Redaktion oben angeheftet

Kurzer Prozesstag beendet – Gericht legt Fahrplan bis zum möglichen Prozessende fest

Der heutige Verhandlungstag im Fall Fabian ist bereits beendet. Zum Abschluss gibt Richter Holger Schütt noch einen Ausblick darauf, wie es in den kommenden Wochen weitergehen soll.

Am 8. Oktober soll nach aktuellem Stand der psychiatrische Gutachter gehört werden. Für den 29. Oktober sind anschließend die Schlussvorträge von Staatsanwaltschaft und Nebenklage vorgesehen. Einen Tag später, am 30. Oktober, soll die Verteidigung ihr Plädoyer halten.

Kurz vor Schluss richtet Schütt noch einen persönlichen Satz an Verteidiger Andreas Ohm, der verreisen wird: „Dann wünsche ich Ihnen einen angenehmen Urlaub.“

Um 11:08 Uhr beendet der Vorsitzende schließlich die Sitzung.

Damit steht nun erstmals ein deutlich konkreterer Fahrplan für die Schlussphase des Prozesses fest.

Eure Meinung zu unserem neuen System

Wir haben die längere Pause genutzt, um unsere Berichterstattung technisch neu aufzustellen. Der LiveTicker ist jetzt direkt in den jeweiligen Nachrichtenbeitrag integriert und soll dadurch übersichtlicher und einfacher zu verfolgen sein.

Da das neue System heute erstmals in dieser Form zum Einsatz gekommen ist, würden wir uns sehr über eure Rückmeldung freuen.

Wie gefällt euch das neue System? Was funktioniert gut, was können wir noch verbessern?

Wenn ihr ein paar Sekunden Zeit habt, freuen wir uns sehr über eine Bewertung und euer Feedback.

Danke an alle, die uns heute wieder begleitet haben.

Kurzer Prozesstag beendet – Gericht legt Fahrplan bis zum möglichen Prozessende fest
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Ohm: Telefonate passen zu Gina H.s Einlassung

Nach der Auswertung der zahlreichen Telefonate und Sprachnachrichten weist Verteidiger Andreas Ohm die daraus entstandenen Zweifel zurück. Die am Verhandlungstag gehörten Aufnahmen stünden aus seiner Sicht nicht im Gegensatz zu dem, was Gina H. im Prozess ausgesagt hat.

Das gelte auch für die Frage, wer Fabian zunächst entdeckt habe. Gina H. habe stets erklärt, nicht selbst als Erste auf den Leichnam gestoßen zu sein. Nach ihrer Darstellung sei es Christian D. gewesen, der den Körper zuerst bemerkt habe.

Auch die mehrfach angesprochenen Äußerungen über eine mögliche Flucht ins Ausland bewertet Ohm anders. Die entsprechenden Gespräche hätten lange vor der Festnahme seiner Mandantin stattgefunden. Zudem sei es bei den Überlegungen geblieben umgesetzt worden seien sie nicht.

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Ohm muss bei Gutachter-Aussage auf Video verzichten

Die geplante Zuschaltung von Andreas Ohm aus dem Auslandsurlaub ist vom Tisch. Richter Holger Schütt weist den Antrag der Verteidigung zurück. Eine audiovisuelle Teilnahme an der Hauptverhandlung sei in dieser Form in der Strafprozessordnung nicht vorgesehen.

Ganz auf seine Mitwirkung verzichten muss Ohm am Donnerstag dennoch nicht. Schütt kündigt an, während der Verhandlung ausreichend Unterbrechungen einzuplanen. So sollen die Verteidiger Gelegenheit bekommen, sich untereinander abzustimmen.

Im Mittelpunkt des Verhandlungstags steht die Aussage des psychiatrischen Gutachters.

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Christine Habetha spricht sich für digitale Teilnahme aus

Eine andere Einschätzung kommt von der Nebenklage. Anwältin Christine Habetha hält es für vertretbar, Andreas Ohm während seines Auslandsurlaubs per Video an der Verhandlung teilnehmen zu lassen.

Zwar sehe die Strafprozessordnung eine solche Form der Zuschaltung nicht ausdrücklich vor, ein Verbot lasse sich daraus für sie jedoch ebenfalls nicht ableiten. Entscheidend sei aus ihrer Sicht die Bedeutung des anstehenden Termins: Die Ausführungen des psychiatrischen Sachverständigen seien für das Verfahren von erheblicher Relevanz.

Habetha befürwortet deshalb, dass Ohm die Aussage des Gutachters zumindest digital verfolgen kann.

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Streit um Ohms Teilnahme aus dem Urlaub

Nach der Auswertung der Sprachnachrichten richtet sich der Blick wieder auf einen Antrag der Verteidigung. Andreas Ohm möchte am 8. Oktober nicht persönlich im Gerichtssaal sein, sondern sich während seines Auslandsurlaubs per Video zuschalten lassen. An diesem Tag soll der psychiatrische Gutachter gehört werden.

Die Staatsanwaltschaft spricht sich gegen diese Lösung aus. Oberstaatsanwalt Oliver Schley verweist dabei auf die Vorgaben der Strafprozessordnung: „Aus Sicht der Staatsanwaltschaft ist dem Antrag auch nicht stattzugeben. In der StPO ist vorgegeben, dass die Verteidigung persönlich anwesend sein muss.“

Damit steht weiterhin die Frage im Raum, ob Ohm die Verhandlung aus dem Urlaub per Videokonferenz verfolgen darf.

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„Muss ich halt eines meiner Ponys verkaufen“

Zum Ende der Sprachnachrichten kommt noch einmal Gina H.s finanzielle Situation zur Sprache. In einer Nachricht vom 29. Oktober schildert sie, dass die Haltung ihrer Tiere für sie zunehmend schwierig werde. „Fünf Pferde sind halt allein auch schwierig zu stemmen. [...] Muss ich halt eines meiner Ponys verkaufen, um irgendwie an Geld zu kommen.“

Die Aussage steht im Zusammenhang mit den bisherigen Angaben der Verteidigung zu den Kosten für die fünf Pferde. Dort war im Prozess mehrfach betont worden, dass deren Haltung weniger teuer sei, als zunächst vermutet werden könnte. Die Sprachnachricht zeichnet nun zumindest für Gina H. selbst ein anderes Bild: Sie spricht von finanziellen Schwierigkeiten und bringt sogar den Verkauf eines Ponys ins Spiel.

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Widersprüchliche Angaben zur Gegend fallen erneut auf

Bei Richter Holger Schütt sorgt die Aussage für eine sichtbare Reaktion. Sein Blick richtet sich kritisch auf Gina H., während sie ihre Verbindung zur Gegend rund um Klein Upahl erläutert.

Gerade ihre bisherigen Angaben zu dem Gebiet machen die neue Aussage interessant. Im Verlauf des Prozesses hatte Gina H. ihre Ortskenntnisse unterschiedlich dargestellt. Einerseits vermittelte sie den Eindruck, die Gegend kaum zu kennen. Andererseits berichtete sie von früheren Aufenthalten dort, unter anderem von Schlittenfahrten.

Vor diesem Hintergrund dürfte Schütt genau darauf achten, wie Gina H. ihre Vertrautheit mit der Region diesmal einordnet.

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Warum Gina H. am Fundort war

Die Zweifel ihrer Friseurin weist Gina H. in einer Sprachnachricht zurück. Sie stellt dabei zunächst die Frage infrage, ob ihre Anwesenheit am späteren Fundort tatsächlich als besonderer Zufall gewertet werden könne.

„Naja. Das ist nicht mal einfach so ein Zufall. Eigentlich war ich ja gar nicht diejenige, die ihn gefunden hat“, sagt sie.
Für ihre regelmäßige Anwesenheit an dem Ort liefert Gina H. anschließend eine weitere Erklärung: „So ein großer Zufall, dass ich da war, ist das auch gar nicht. Weil ich da oft bin und früher oft war.“

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Friseurin spricht in Sprachnachricht über den Verdacht gegen Gina H.

Auch eine Sprachnachricht von Gina H.s Friseurin beschäftigt das Gericht. Darin äußert die Frau Verständnis dafür, dass der Verdacht auf die Angeklagte fällt.

„Naja, dass die Leute dich verdächtigen, das kann ich nachvollziehen“, sagt sie. Als Grund nennt sie ausgerechnet einen Umstand, der auch in der Verhandlung immer wieder thematisiert wird: „Es ist ja wirklich auch sehr komisch und sehr viel Zufall, dass du gerade dort spazieren gehst, wo Fabian liegt.“
Ihre Einschätzung fällt eindeutig aus: „Da kann ich die Leute echt verstehen.“

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Eine wiederkehrende Aussage sorgt für Fragen

Zum wiederholten Mal behauptet Gina H. in einer Sprachnachricht, Matthias R. sei über sämtliche Hintergründe des Leichenfunds informiert. Die Formulierung fällt dabei besonders deutlich: Sie spricht von „der ganzen Wahrheit“.

Damit reiht sich die Nachricht in mehrere Gespräche ein, die das Gericht heute hört. Gegenüber unterschiedlichen Personen erweckt Gina H. immer wieder den Eindruck, sie habe Fabians Vater vollständig über den Fund und die beteiligten Personen aufgeklärt.

Nach dem bisherigen Stand der Beweisaufnahme ergibt sich allerdings ein anderes Bild. Demnach kannte Matthias R. zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Details, die Gina H. später mit ihm in Verbindung gebracht haben will.
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Neue Sprachnachricht: Gina H. spricht von der „ganzen Wahrheit“

Das Thema lässt Gina H. auch am 29. Oktober nicht los. In einer Sprachnachricht an einen Fotografen aus Güstrow kommt sie erneut auf das zu sprechen, was sie Matthias R. über den Leichenfund erzählt haben will.

„Das hab ich Matthias tatsächlich jetzt auch erzählt die ganze Wahrheit“, sagt sie.
Unmittelbar danach richtet sich ihr Verdacht gegen eine weitere Person. Über Raffaela sagt Gina H.: „Und Raffaela ... mittlerweile glauben wir tatsächlich, dass sie damit was zu tun hat.“

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Aussage vom 14. Oktober wirft neue Fragen auf

Besonders interessant wird die Passage mit Blick auf den Zeitpunkt der Aussage. Bereits am 14. Oktober war Gina H. von den Ermittlern mit den Angaben ihrer Freundin konfrontiert worden. Trotzdem spricht sie in der späteren Sprachnachricht davon, Heike M. habe „die beiden Namen“ gegenüber der Polizei genannt.

Damit steht erneut eine Aussage von Gina H. im Raum, die das Gericht mit dem bisherigen Ermittlungs- und Prozessstand abgleichen kann. Seit Tagen wird in der Verhandlung nachvollzogen, wie Gina H. den Leichenfund gegenüber unterschiedlichen Personen dargestellt hat und ob sich dabei Veränderungen ergeben.

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Was sagte Heike M. tatsächlich der Polizei?

Eine weitere Sprachnachricht bringt erneut die Angaben von Heike M. ins Spiel. Gina H. schildert darin, was ihre Freundin den Ermittlern über den Leichenfund mitgeteilt habe: „Meine Freundin hatte der Polizei halt gestanden, wie es war. Sie hatte die beiden Namen genannt“.

Diese Darstellung passt allerdings nicht zu dem bisherigen Stand der Beweisaufnahme. Danach hatte Heike M. gegenüber der Polizei lediglich Christian D. als weitere Person genannt.

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Was wusste Matthias R. tatsächlich über den Leichenfund?

In einer weiteren Sprachnachricht kommt Gina H. erneut auf Matthias R. zu sprechen. Dabei beschreibt sie offenbar, wie viel sie dem Vater von Fabian über den Leichenfund erzählt habe.

„Adi steht hinter mir, dem hab ich die ganze wahre Geschichte erzählt zum Thema Finden“, sagt Gina H.

Bei diesem Satz richtet sich die Aufmerksamkeit des Vorsitzenden auf die Angeklagte. Richter Holger Schütt schaut auf. Denn nach dem bisherigen Verlauf der Beweisaufnahme hatte Gina H. Matthias R. zu diesem Zeitpunkt offenbar gerade nicht sämtliche Umstände des Leichenfunds geschildert.

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Gina H. betont ihre Nähe zu Fabian

In einer weiteren Sprachnachricht weist Gina H. den Gedanken zurück, sie könne Fabian etwas angetan haben. Ihre Begründung formuliert sie drastisch: „Ich kann nicht mal ein Huhn schlachten, also warum sollte ich ein Kind umbringen?“

Zugleich beschreibt sie ihr Verhältnis zu dem Jungen und betont, wie nah sie ihm gestanden habe. Fabian sei für sie „immer wie ein Sohn“ gewesen.

Auch bei der Frage, wer den Jungen letztlich entdeckt hat, bleibt Gina H. bei ihrer Darstellung. „Zumal ich ihn ja gar nicht gefunden hab“, sagt sie.

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Bekannter glaubt nicht an alleinige Tat

Auch nach den Telefonüberwachungen geht die Beweisaufnahme mit weiteren Sprachnachrichten weiter. Eine davon richtet Gina H. am 28. Oktober an ihren Bekannten Stefan S. Darin stellt sie ihm eine direkte Frage: „Denkst du eigentlich wirklich, dass ich das war?“

Stefan S. spricht ihr zunächst sein Vertrauen aus, schließt eine Beteiligung aber nicht vollständig aus. „Nein, denke ich nicht. Auf jeden Fall, wenn du’s warst, warst du’s nicht alleine“, antwortet er.

Gleichzeitig beschäftigt ihn ein Umstand, den er offenbar nicht ausblenden kann: „Es ist kurios, dass du ausgerechnet da spazieren warst.“ Obwohl er Gina H. die Tat nicht zutraut, scheint bei ihm ein Restzweifel zu bleiben. In einer weiteren Nachricht fragt er deshalb: „Oder täusche ich mich gerade?“

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Was Gina H. zu ihrem 10. Oktober erzählt

Im selben Telefonat will ihr Freund genauer wissen, wie Gina H. den Tag von Fabians Verschwinden verbracht hat. Seine Frage ist direkt: „Hast du denn irgendwie ein Alibi? Was hast du denn am Freitag gemacht, als Fabian verschwunden ist?“

Gina H. reagiert zunächst mit einem Hinweis auf die unklare zeitliche Einordnung: „Ja, ich weiß ja nicht, welche Uhrzeit Fabian verschwunden ist.“ Danach berichtet sie von ihrem Vormittag und erklärt, sie habe die Pferde versorgt.

Eine Fahrt nach Güstrow, die Gina H. später als Erledigung von Bankgeschäften für ihre Großmutter schildert, erwähnt sie in diesem Gespräch hingegen nicht.
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„Ich weiß ja nicht, mit was Fabian umgebracht wurde“

Ein längeres Telefonat vom 20. Oktober rückt die Ermittlungen auf dem Hof in Reimershagen in den Mittelpunkt. Zu diesem Zeitpunkt wird dort unter anderem ein Misthaufen durchsucht. Gina H. zeigt sich im Gespräch mit ihrem Freund verärgert darüber, dass ihre Wohnadresse inzwischen öffentlich bekannt sei.

Gemeinsam sprechen die beiden darüber, wonach die Ermittler auf dem Hof suchen und welche Gegenstände oder Spuren dort möglicherweise gefunden werden könnten. In diesem Zusammenhang kommt auch die Todesursache Fabians zur Sprache.

Gina H. sagt dazu: „Ich weiß ja nicht, mit was Fabian umgebracht wurde, aber angeblich auch mit 8 Messerstichen.“

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Was die Telefonate über Gina H.s Aussagen zeigen sollen

Die zahlreichen Telefonate, die das Gericht heute anhört, stammen aus der Zeit unmittelbar nach dem Auffinden von Fabians Leiche. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelnes Gespräch als der Vergleich der verschiedenen Aussagen.

Gina H. spricht mit mehreren Personen über das Geschehen. Dabei geht es immer wieder darum, wer gemeinsam mit ihr am Fundort gewesen sein soll, wann einzelne Personen davon erfahren haben und welche Informationen sie jeweils weitergegeben hat.

Das Gericht kann diese Aussagen nun mit den Angaben der Zeugen, den vorliegenden Handydaten und Gina H.s späteren Schilderungen abgleichen. Gerade mögliche Unterschiede zwischen den Versionen stehen dabei im Fokus.

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Gina H. verliert im Telefonat die Geduld

Im Gespräch mit Olaf K. geht es anschließend um ein Szenario, bei dem nicht Gina H., sondern Olaf K. die Polizei verständigt hätte. Dabei wird deutlich, wie sehr die laufenden Ermittlungen sie nach eigener Aussage belasten.

Gina H. spricht schließlich davon, sich den weiteren Konsequenzen entziehen zu wollen: „Dann wander' ich eben ab, ist mir scheißegal, aber Hauptsache, ich muss mir den ganzen Scheiß nicht mehr antun!“

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Geschrieben von Sascha KunhartMehr über den Autor und seine Beiträge →

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