Biesenthal (Brandenburg) – Ein folgenschweres Überholmanöver hat am Mittwochabend (7. Oktober 2026) vier Menschen das Leben gekostet. Drei Männer und eine Frau starben bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L200 nahe Biesenthal im Landkreis Barnim. Ein Autofahrer soll beim Überholen mehrerer Fahrzeuge mit einer entgegenkommenden Mopedgruppe kollidiert sein.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei war die Gruppe kurz vor 20 Uhr auf der Rüdnitzer Chaussee in Richtung Wullwinkel unterwegs. Zur gleichen Zeit setzte ein entgegenkommender Autofahrer offenbar dazu an, mehrere Fahrzeuge gleichzeitig zu überholen.

Dabei kam es zur Katastrophe: Der Wagen kollidierte mit drei der vier entgegenkommenden Kleinkrafträder. Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden die Beteiligten so schwer verletzt, dass für drei Mopedfahrer und eine Mitfahrerin jede Hilfe zu spät kam. Alle vier starben noch am Unfallort.

Auto geht nach Zusammenstoß in Flammen auf

Nach der Kollision geriet das Auto in Brand. Feuerwehrkräfte konnten den Fahrer aus dem brennenden Fahrzeug retten. Er erlitt Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer seine Verletzungen sind, war zunächst unklar.

Ein vierter Mopedfahrer konnte dem Zusammenstoß ausweichen und überlebte das Unglück.

Notfallseelsorger betreuen Angehörige und Einsatzkräfte

Die Tragödie löste auch bei den Rettungskräften große Betroffenheit aus. Angehörige der Verstorbenen kamen zur Unfallstelle und mussten von Notfallseelsorgern betreut werden. Auch der überlebende Mopedfahrer erhielt psychologische Unterstützung.

Nach Angaben der Polizei benötigten sogar Einsatzkräfte nach den belastenden Eindrücken seelsorgerische Hilfe.

Die L200 blieb während der Rettungsmaßnahmen und Unfallaufnahme über mehrere Stunden vollständig gesperrt.

Zum Alter der vier Todesopfer machte die Polizei zunächst keine Angaben. Die genauen Umstände des folgenschweren Überholmanövers sind Gegenstand der Ermittlungen.