GÜSTROW. Heute jährt sich der Tag, an dem der achtjährige Fabian aus Güstrow verschwand. Am 10. Oktober 2025 begann die Suche nach dem Jungen, die nur wenige Tage später in einer Tragödie endete. Sein Tod erschütterte nicht nur seine Familie und sein direktes Umfeld, sondern bewegte weit über Mecklenburg-Vorpommern hinaus zahlreiche Menschen.
Ein Jahr später ist der Fall noch immer nicht abgeschlossen. Vor dem Landgericht Rostock läuft weiterhin der Mordprozess gegen Gina H. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian getötet und seine Leiche anschließend in Brand gesetzt zu haben. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Für sie gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Ein Fall, der viele Menschen nicht loslässt
Seit dem Verschwinden Fabians wurden zahlreiche Zeugen vernommen, digitale Spuren ausgewertet, Telefonate und Sprachnachrichten vorgespielt und umfangreiche Beweisanträge behandelt.
Inzwischen nähert sich das Verfahren seiner Schlussphase. Zuletzt stand das psychiatrisch-forensische Gutachten zur Angeklagten im Mittelpunkt. Ende Oktober sollen die Plädoyers beginnen, ein Urteil könnte im November folgen.
Doch unabhängig davon, wie das Verfahren endet, bleibt heute vor allem ein Datum, das an einen Jungen erinnert, dessen Leben viel zu früh endete.
Heute steht Fabian im Mittelpunkt
Bei all den Akten, Aussagen, Gutachten und juristischen Fragen darf eines nicht verloren gehen: Im Mittelpunkt dieses Verfahrens steht Fabian.
Heute vor einem Jahr wurde aus einem Vermisstenfall ein Geschehen, das bis heute viele Menschen beschäftigt. Für Familie, Freunde und alle, die Fabian kannten, ist dieser Jahrestag kein gewöhnlicher Tag.
Auch für viele Menschen, die den Fall nur aus der Berichterstattung kennen, ist der 10. Oktober inzwischen fest mit seinem Namen verbunden.
Bamberg24.tv begleitet den Fall weiter
Wir haben den Prozess in den vergangenen Monaten ausführlich begleitet und werden auch die kommenden Verhandlungstage weiter dokumentieren.
Gerade an einem Tag wie heute soll aber nicht die Angeklagte, nicht das Gericht und nicht die Frage nach Schuld im Vordergrund stehen.
Heute geht es um Fabian. Um ein achtjähriges Kind, dessen Leben am 10. Oktober 2025 eine dramatische Wendung nahm und das wenige Tage später tot gefunden wurde.
Unsere Gedanken sind heute bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Menschen, die ihn vermissen.
